Ich war niemals der „kreative Typ“. Aber ich wurde früh damit konfrontiert, kreativ arbeiten zu müssen, äh, zu wollen. Deshalb habe ich mir nach und nach einige Techniken entwickelt, mit denen man auch am Montag früh bei schlechtem Wetter und mieser Laune kreativ sein kann. Die Zauberworte dabei heißen: Ruhe, Fokussierung, Übung. Auf meinem Vortrag bei der sensationellen M3 Campixx am vergangenen Wochenende in Berlin, habe ich allerdings gelernt, dass da noch was fehlt.

Wer nicht dabei war, wird sich über die ersten Bilder vielleicht ein wenig wundern. Aber wir haben tatsächlich dort am Müggelsee eine kleine Meditations-Pause eingelegt – damit die Teilnehmer erkennen, was alles im Kopf los ist, wenn wir versuchen, unser Denken ruhig zu legen.
Ich muss vielleicht auch den Begriff „Kopieren“ erläutern: Damit meine ich nicht, dass man sich fokussiert, indem man von anderen abschreibt. Aber man kann sich an der Herangehensweise, der Struktur von Inhalten oder auch von Konzepten anderer orientieren. Ich habe das als Volontär gerne gemacht. Wenn es hieß „Schreib mal eine Nachricht“, habe ich mir die Nachrichten der Profis angeschaut und versucht, sie zu kopieren – hinsichtlich Struktur, Wortwahl u.s.w.. So konnte ich mich auf das Thema fokussieren und musste nicht alles neu erfinden…

Aber da fehlt was!

Die großartige Mala Ullal, die am nächsten Tag einen tollen Workshop mit dem Titel „Authentic Entrepreneurship“ gab, war damit nicht ganz zufrieden. Sie merkte zurecht an, dass zur Kreativität (wie auch für vieles andere im Leben) auch die Entspannung gehört. Da ich sehr, sehr strukturiert arbeite und das auch vielen empfehle, wollte sie gerne den anderen Pol, das Nichtstun, Sein, hinein bringen. Und ich muss ihr recht geben: Das hat in meinem Vortrag gefehlt.
Ich habe auch nicht genügend betont, dass es zusätzlich zu allen Strukturen und Templates unbedingt die innere Kraft braucht, diese auch selbst zu übertreten. Wer nicht den Mut hat, seine eigenen Regeln (begründet) zu brechen, wird zum Sklaven seiner selbst. Und wer will das schon?
Das sei also hier noch einmal betont.

Und wie war die M3 Campixx?

    Während sich Kai (mit dem ich den Online Radar bestreite) mutig per Jetlev ins Wasser stürzte, freute ich mich über trockene Füße...

Während sich Kai (mit dem ich den Onlineradar bestreite) mutig per Jetlev ins Wasser stürzte, freute ich mich über trockene Füße…

Mehr davon! Die Konferenz in Berlin war super! Sie ist irgendwie eine Veranstaltung zwischen allen Stühlen: Es ist eine Unkonferenz – aber das Programm wurde schon größtenteils schon gut geplant. Es kommt auf die einzelnen Teilnehmer an – aber es gibt trotzdem ein Rahmenprogramm mit Spiel und Spaß (siehe Bild rechts),  es sind relativ viele SEOs dort – aber keiner redet über Linkbuilding oder Keywords in Title-Tags.

Das war großartig!
Die Stärke der M3 Campixx waren nicht nur die spannenden Vorträge sondern vor allem Teilnehmer und Vortragenden. Auch zwischen den Programmpunkten geriet man immer schnell auf eine überraschend persönliche Ebene. Ich habe selten, so viele nette Menschen in so kurzer Zeit kennen gelernt.
Ich war bei Karls Vortrag „Onlinethinking“ und war begeistert – wenn auch moralisch ein wenig verwirrt.  Ich war bei Christian Walter von jederkann und habe mit ihm und den Teilnehmer dort schön über Authentizität und humanes Marketing diskutiert. Ich war bei Mala Ullal, und habe die Übungen zur Wahrnehmung begeistert genossen. Und ich habe von Markus Laue gehört, dass ein höherer Preis manchmal zum Kaufen anregt. Auch das ein wenig unethisch. Aber wenn man sich offen damit auseinandersetzt…
Und dazwischen habe ich mit so vielen so viel geredet. aber das gehört jetzt nicht hier her. Deshalb noch schnell mein Dank an Marco Janck, den Veranstalter, sein großartiges Team – und alle, die es gewagt haben, eine Konferenzzu besuchen. Ich finde, das hat sich gelohnt.
Wer mehr davon lesen will, tut dies zum Beispiel bei Kai oder auf einem der vielen andern Recaps.
Mehr lesen? Gerne:

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