Notitzbuch, bullett Journal, StonePaper
Edel, nützlich – und sehr, sehr grün: Notizbücher und Bulletjournal aus Stonepaper (Steinpapier)

Es gibt Dinge, die nimmst du in die Hand – und liebst sie. Mir ging das mit dem ersten iPod von Apple so. Und mit dem Notizbuch und dem Bullet-Journal von “A good Company“.

In diesem Fall spielt allerdings auch eine Rolle, dass ich halt ein unverbesserlicher Öko genauer gesagt Grüner bin. Beim iPod – nun – muss man seine Augen in dieser Richtung wohl zudrücken…

Was ist an Steinpapier “ökologisch”?

Die Idee, aus Stein Papier zu machen, klingt idiotisch. Ist allerdings genial. Denn währen normales Papier – selbst als Recycle-Produkt – sehr viel Chemikalien und Energie benötigt, ist Stonepaper tatsächlich mit weniger Energie und ohne Chemie herstellbar. Und wenn es verrottet – dann vergammelt es halt. Dann wird Kalkstein wieder zu Stein…

Das Steinpapier (auch Rock-Paper genannt) besteht aus lediglich zwei Elementen:

  • Kalkstein oder Kalkmehl: Das ist in Prinzip ein Abfallprodukt in den Steinbrüchen. Dort, wo Kalk abgebaut wird, fällt es an und liegt vermutlich nur herum. Mit einer Handvoll davon können die Leute von “A good Company” oder in Deutschland von der “Stone Paper Products Company” offenbar ein Notizbuch machen. Das gefällt mir.
  • HD-PE (Hig density Polyäthylen): Das wird von den Herstellern als “Umweltfreundlicher Kunststoff” bezeichnet. Offenbar kann es aus Zuckerrohrabfällen oder alten Trinkflaschen gewonnen werden. Naja, ich bin kein Chemiker und kann das deshalb nicht wirklich beurteilen. Hast du vielleicht Ahnung? Bitte her damit!
    Jedenfalls besteht das Steinpapier zu zwanzig Prozent aus HD-PE. Es ist das Bindemittel und hält das Kalksteinmehl zusammen. Und es gibt ihm seine Festigkeit und seine papierähnliche Konsistenz.

Jedenfalls scheint das Stonepaper gegenüber herkömmlichen Papier einige ökologische Vorteile: Es muss kaum Chemie eingesetzt werden, weil kein Holz oder kein Recycling-Material gebleicht werden muss.

Und dann die Energie: Im Medienmagazin habe ich gelesen, dass bei der Produktion von einer Tonne Holz-Papier mehr als fünftausend Kilowattstunden Energie verbraucht werden. Dieselbe Menge Steinpapier braucht nur 800 Kilowattstunden Energie. Die Differenz ist etwa so viel, wie ein Vier-Personen-Haushalt in einem Jahr verbraucht.

Andererseits ist eine Tonne Papier echt viel Material. Damit kannst du vermutlich mehrere Leben lang Tagebuch schreiben 😉

Jedenfalls: Wenn das Buch irgendwann entsorgt werden muss, zerfällt es – zumindest der Kalkstein – wieder zu Kalkstein. Was mit den anderen zwanzig Prozent HD-PE wird, werde ich versuchen zu recherchieren. Ich habe gelesen, dass es sich so verhält wie Eierschalen. Und wird sich bei permanenter Sonneneinstrahlung nach drei bis sechs Monaten auflösen. (Notiz an mich: Wichtige Listen und Informationen im aktuellen Notizbuch digitalisieren). Wie auch immer: Auf jeden Fall gehört ein Stonebook nicht in den Papiermüll…

Wie fühlt sich Stonepaper an?

Ganz subjektiv: geil! Mein Bullet Journal (ich hatte mir zwei Bücher bestellt, ein Notizbuch und ein Bullet Journal) ist nun tatsächlich schwerer (klar, Stein statt Baum) und irgendwie – puh – eleganter. Im Gegensatz zu Holzpapier hat Steinpapier ja keine Laufrichtung. Das ist ungewöhnlich, aber macht das Schreiben, Umblättern und damit arbeiten sehr angenehm.

Du kannst das Papier knicken, auch mit Tintenrollern beschreiben und auch sonst so behandeln wie “Papier”. Allerdings ist es reißfester und – ja – abwaschbar. Und es ist griffiger – falls es diesen Begriff schon gibt. Das PE-HD lässt grüßen.

Da mein bisheriges Bullet-Journal (Notiz an mich: Ich muss darüber auch mal einen Beitrag schreiben) ohnehin fast am Ende war, bin ich direkt umgestiegen – und liebe mein neues Notizbuch schon jetzt. Das bisschen Mehrgewicht nehme ich gerne in Kauf. Ich bin begeistert.

Was Steinpapier nicht kann

Allerdings gibt es Einschränkungen. Hier, in diesem Forum wird das recht dramatisch diskutiert: Wenn du mit Füller oder Aquarellfarben darauf schreibst, zeichnest oder malst, gibt es wohl große Qualitätsunterschiede zwischen den Herstellern des Papiers. Teilweise verläuft die Farbe und Tinte dann im Papier.

Was mir tatsächlich aufgefallen ist: Die Stifte verhalten sich teilweise etwas anders als auf normalem Papier. Manche Farben sind leuchtender, manche Striche etwas breiter, andere dünner. Ich denke, man muss sich ein wenig umgewöhnen.

Es gibt auch einen, der gegen das Geräusch von Stiften auf Steinpapier allergisch reagiert. Das wäre so wie Fingernägel auf einer Tafel. Aber da muss ich – zumindest für die vorliegenden Notizbücher – widersprechen. Das hört sich meiner Hörfähigkeit nach nicht so an. Und ich bin definitiv der größte Fingernägel-auf-Tafel-Hasser Europas!

Und jetzt, ganz konkret: Notizbuch und Bullet Journal von “A good Company”

Bestellt habe ich ein Notizbuch, einen Stift und ein Bullet Journal. Da kommt schnell ein guter Betrag zusammen. Ein Journal für 50 Euro? Andererseits: Das ist ein Tool, dass ich monatelang jeden Tag mehrfach zur Hand nehme… Wenn das nicht nur schick und nützlich, sondern auch ökologisch produziert ist, lohnt sich das schon. Finde ich.

Und die Produkte kommen – ganz perfekt – in einer sehr robusten Stonepaper Umverpackung mit hübschen Aufklebern und begleitet von vielen informativen Mails (fast ein bisschen zu viel davon).

Mein Fazit

Wie auch immer: Mich hat das irgendwie überzeugt. Und, hey, ich bin KEIN Influencer, der von Unternehmen gesponsert ist oder wie auch immer damit sein Geld verdient. Das hier ist einfach meine Meinung. Mehr nicht.

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