Stille I und StilleFokus – zwei Apps für aufgeregte Gehirne

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Ich habe diese Apps für mich gebaut, da ich zumindest eine Neigung zum ADS habe. Und dann habe ich gemerkt, dass ich nicht der Einzige bin, der so tickt.

Ich meditiere seit Jahren. Ich hatte immer das Problem, dass die Apps die es dafür gibt entweder zu viel wollen – täglich, mit Streak, mit Abonnement – oder zu wenig können. Irgendwann habe ich aufgehört zu suchen und angefangen zu bauen. KI sei dank.

Stille 1 ist der einfache Anfang: ein Meditationstimer ohne Ablenkung. StilleFokus ist die Fortsetzung für Menschen die mehr Struktur brauchen – nicht mehr Produktivität, sondern mehr Selbstfürsorge.

Beide Apps sind für Menschen gebaut die wissen was ihnen gut tut – aber manchmal eine sanfte Erinnerung brauchen, es auch zu tun.


Die zwei Apps

Stille 1StilleFokus
PreisKostenlos6,99 € Einmalkauf
Kein Abo✓✓
Meditationstimer mit Gongs✓✓
Stille Gedanken (Atemübung)✓✓
Journal✓✓
Wochenbericht✓✓
Apple Health Integration✓✓
Notfall-Stopp✓✓
Morgen-Dump—✓
Absichten (max. 3 pro Tag)—✓
Zündschlüssel—✓
Haptische Zeitanker—✓
Parkplatz für Ideen—✓
Abend-Reflexion—✓
Biofeedback-Trend—✓
PDF-Export—✓

Wie du die Apps nutzen kannst

Es gibt kein Richtig oder Falsch. Keine vorgeschriebene Routine, kein Streak der dich unter Druck setzt. Nur Empfehlungen und Wege. Hier sind drei Wege wie ich sie selbst nutze – als Inspiration, nicht als Anleitung.

Morgenroutine Stille öffnen, Meditieren, Morgen-Dump schreiben – alles was im Kopf ist, ungefiltert. Dann maximal drei Absichten für den Tag wählen. Bevor ich die erste angehe: Zündschlüssel, ein kurzer Atem-Check. Dann loslegen.

Mittag-Reset Eine Stille-Gedanken-Erinnerung kommt rein. Finger auf den Bildschirm, mit dem Atem bewegen, drei Minuten. Kurze Notiz was gerade wahr ist. Weiter.

Abendabschluss Was ist heute trotz Ablenkung gelungen? Gedanken ablegen. Liste löschen. Mentalen Arbeitsspeicher leeren. Schlafen.


Warum was drin ist – die sechs Hebel

Stille ist keine Meditations-App mit ein paar Extra-Features. Jede Funktion ist aus einem konkreten Grund da. Hier sind die sechs Hebel, auf denen die App aufbaut.


1. Der Morgen-Dump – Gedanken aus dem Kopf holen

Bei Reizüberflutung ist das Arbeitsgedächtnis chronisch überlastet. Wer keine „visuellen Merkzettel“ im Kopf abspeichern kann – wie Menschen mit Aphantasie –, muss Gedanken irgendwo externalisieren.

Der Hebel: Aufschreiben zieht ungreifbare, abstrakte Gedanken aus dem Kopf in die physische Welt. Das Gehirn registriert: „Es ist gesichert“ – und hört auf, Energie für das ständige Erinnern zu verschwenden. Der Tag beginnt leichter.


2. Absichten nur für heute – die Zukunft ausblenden

Hektische Gehirne neigen zur zeitlichen Kurzsichtigkeit – für sie gibt es oft nur Jetzt und Nicht-Jetzt. Riesige To-do-Listen erzeugen Panik und Lähmung, weil das Gehirn alle Punkte gleichzeitig als dringend bewertet.

Der Hebel: Radikale Reduktion. Maximal drei Absichten pro Tag – und die Zukunft bleibt unsichtbar. Das Gehirn muss sich nur auf den heutigen Tag konzentrieren. Das senkt die Hürde, überhaupt anzufangen.


3. Der Zündschlüssel – kein impulsiver Start

Der Wechsel von einer Aktivität zur nächsten ist der Moment, in dem man am häufigsten scheitert oder abgelenkt wird. Executive Dysfunction nennt sich das – der Moment zwischen Wollen und Tun, in dem sich nichts bewegt oder alles gleichzeitig losrast.

Der Hebel: Nervensystem-Reset. Der kurze Atem-Check mit dem Finger auf dem Display – Haptik und Spüren – zwingt das System in die Gegenwart. Die Absicht startet erst wenn der Körper ruhig ist. Das bricht impulsive Hektik bevor sie beginnt. Wer ihn nicht braucht, kann ihn pro Absicht abschalten.


4. Pufferzeit und haptische Zeitanker – Zeit spürbar machen

Zeitblindheit ist eines der häufigsten und am meisten unterschätzten Symptome bei hektischen Gehirnen. Betroffene verschätzen sich fundamental dabei, wie lange Dinge dauern – und verlieren im Hyperfokus das Zeitgefühl komplett.

Der Hebel: Die App korrigiert den „Planungs-Optimismus“ automatisch – jede Zeitschätzung bekommt einen Puffer von 25%. Und dezente Vibrationen in einstellbaren Abständen machen das Vergehen der Zeit auf der Haut spürbar. Kein tickender Countdown, kein Stress – nur ein leises Signal: Du bist noch da.


5. Der Parkplatz – Ideen sichern ohne zu verzetteln

Während man an einer Absicht arbeitet, schießt das Gehirn ständig neue, scheinbar geniale Ideen quer. Gibt man ihnen nach, verliert man den Faden. Ignoriert man sie, verliert man die Idee – und das Gefühl der Kontrolle.

Der Hebel: Impulskontrolle durch sofortige Externalisierung. Die Idee wird eingetippt, ist gesichert – und stört die aktuelle Absicht nicht. Sie landet auf dem Parkplatz und wartet auf den nächsten Morgen-Dump.


6. Das Abend-Review – mit Gewinn ins Bett

Menschen die sich täglich verzetteln erleben oft ein Leben lang das Gefühl: „Ich habe wieder nicht genug geschafft.“ Dieser chronische Frust senkt den Dopaminspiegel – und macht den nächsten Tag schwerer, bevor er begonnen hat.

Der Hebel: Dopamin-Reframing. Die Pflichtfrage lautet nicht „Was habe ich erledigt?“ sondern „Was ist trotz Ablenkung gelungen?“ Das programmiert das Belohnungssystem um. Das Löschen der Tagesliste am Abend signalisiert dem Gehirn: Feierabend. Du darfst schlafen.


Warum das Design radikal minimalistisch ist

Keine bunten Fortschrittsbalken, keine verspielten Icons, keine Gamification. Das ist keine Designentscheidung aus Ästhetik – es ist eine funktionale Entscheidung.

Grafiken und Symbole brauchen ein inneres Bildarchiv um emotional verarbeitet zu werden. Wer unter Aphantasie leidet, hat dieses Archiv nicht – Symbole verwirren eher als sie helfen. Reine, klare Typografie und ein linearer Ablauf von oben nach unten sind die Schienen auf denen sich das Gehirn ungestört bewegen kann.


FAQ

Für wen sind diese Apps? Für alle die bewusster mit ihrer Aufmerksamkeit umgehen wollen. Die Apps wurden mit Blick auf Menschen mit ADHS, Aphantasie oder hoher digitaler Reizüberflutung entwickelt – aber sie funktionieren für jeden der Ruhe sucht, ohne dafür eine Diagnose zu brauchen.

Was ist der Unterschied zwischen Stille I und StilleFokus? Stille I ist der einfache Einstieg: Meditationstimer, Atemübungen, Journal. Stille geht tiefer: Tagesstruktur mit Absichten, Morgen-Dump, Abend-Reflexion, haptische Zeitanker, Parkplatz. Wer nur meditieren will, ist mit Stille I gut bedient. Wer mehr Struktur für den Tag braucht, nimmt Stille.

Muss ich beide Apps haben? Nein. StilleFokus enthält alles was Stille I kann – und mehr. Wenn du weißt dass du die Tagesstruktur willst, reicht StilleFokus allein.

Gibt es ein Abo? Nein. Stille I ist kostenlos, Stille kostet einmalig 3,99 €. Einmal kaufen, dauerhaft nutzen.

Werden meine Daten gespeichert oder weitergegeben? Nein. Alle Daten bleiben lokal auf deinem Gerät. Keine Cloud, kein Tracking, keine Weitergabe an Dritte. Und deine Verantwortung: Wenn du die Daten behalten willst, musst du sie per Export aus der App holen.

Was ist der Zündschlüssel – und muss ich ihn nutzen? Der Zündschlüssel ist ein kurzer Atem-Check bevor eine Absicht beginnt. Er kann pro Absicht beim Einrichten abgeschaltet werden. Wer ihn nicht braucht, muss ihn nicht nutzen.

Was sind „Absichten“? Keine Aufgaben im klassischen Sinne. Absichten sind Tätigkeiten die dir gut tun – Schreiben, Bewegen, Lesen, Innehalten. Maximal drei pro Tag. Die App hilft dir nicht mehr zu schaffen, sondern besser zu sein.

Was ist der Parkplatz? Ein einfaches Eingabefeld für Ideen die während einer Absicht auftauchen. Sie werden gesichert – und stören die aktuelle Arbeit nicht. Am nächsten Morgen landen sie im Dump.

Was ist der Notfall-Stopp? Ein einzelner Button für Momente akuter Reizüberflutung. Er startet sofort eine dreiminütige geführte Stille-Übung – kein Menü, kein Tippen, kein Nachdenken.

Funktioniert die App auch ohne dass ich täglich meditiere? Ja. Es gibt keinen Streak, keine Bewertung, keinen Druck. Die App ist da wenn du sie brauchst – und schweigt wenn nicht.

Kann ich die Daten exportieren? Ja. Journal-Einträge lassen sich als Markdown exportieren. Stille bietet zusätzlich einen PDF-Export der gesammelten Daten für Arzt oder Therapeut.

Gibt es die Apps auch für Android? Nein, nur für iPhone. Ich habe sie für mich gebaut – und ich nutze iPhone.

Wer hat die Apps gebaut? Ich bin Eric Kubitz, Head of AI bei Wort & Bild Verlag und arbeite seit über 25 Jahren im digitalen Publishing. Ich habe Stille I und StilleFokus als Nebenprojekt entwickelt – für mich, und für alle die ähnlich ticken.


Die Apps

Stille I – Kostenlos Meditationstimer, Atemübungen, Journal.

StilleFokus – 6,99 € Einmalkauf Fokus, Achtsamkeit, Struktur.


Fragen oder Feedback: [email protected]

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