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Ohne diese kreativen Apps und Tools würde ich aufgeben

Das klingt dramatisch. Doch: Mein Kreativ-Seminar könnte ich mir ohne Miro nicht mehr vorstellen, meine Texte will ich nie wieder in Word schreiben. Und falls jemand mein Evernote-Konto löscht, hätte ich ein ernstes Problem. Und dann gibt es noch ein Offline-Tool, das meinen Tag kreativ macht…

Ich habe es mal versucht: ein Banner als Aufmacherbild – nach zehn Minuten in Canva. (siehe unten)

Eine Warnung vorneweg

Bitte: Verwechsle das Bedienen eines Tools nicht damit, kreativ zu sein. Wenn du 1.000 Bilder oder Bannerlayouts zur Auswahl hast, kannst du etwas Hübsches auswählen. Aber das ist keine kreative Leistung. Wenn du aber in Ulysses einen tollen Beitrag schreibst, der dann mit Fotos von Unsplash aufgehübscht wird und der auf deinen Aufzeichnungen in Evernote oder einem LiquidText-Dokument besteht, kann das kreativ sein. Das eine sind die Tools – das andere ist die Fähigkeit, etwas Neues zu kreieren.

Wirklich gut präsentieren und workshoppen mit Miro

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So startet mein Kreativitäts-Seminar in Miro

Genauso häufig wie nun behauptet wird, dass wir nun unsere Büro-Arbeit im Homeoffice erledigen können, genauso falsch ist das: Natürlich brauchen wir die gemeinsame Präsenz zur Zusammenarbeit. Allerdings etwas weniger als vor Corona. Und ein kreatives Meeting kann (in einem eingespielten Team) hervorragend funktionieren.

Am besten mit „Miro“, einem virtuellen Seminar-Raum in dem auf dem Whiteboard geschrieben und gemalt, Post-its geklebt und in Gruppen gearbeitet werden kann. Und am Ende lassen wir ein PDF raus – damit jeder alle Ergebnisse hat. Miro ist für mich die Entdeckung des Jahres 2020 und es wird von Woche zu Woche besser.

Texte schreiben – und veröffentlichen mit Ulysses

(Fast) alle Beiträge auf dem Contentman plus viel mehr schreibe ich in Ulysses.

In dem Autorenprogramm „Ulysses“ geht es mir nicht um das ablenkungsfreie Schreiben. Das könnte ich auch im Notepad. Aber die Funktionen der Software sind großartig: Sortierung, Formatierung und – vor allem – der Export in alle nur denkbaren Textformate. Aus Ulyses kannst du dein ePub, HTML oder gar ein Word-Dokument (wofür auch immer) bauen. Oder du veröffentlichst deinen Text gleich auf WordPress.

Da merken gleich alle Content Marketer auf, die gerne auch mal einen Text als Grundlage für ein Blog-Posting nehmen und ihn dann schnell für einen Beitrag in einem Print-Magazin umschreiben wollen.

Meine digitale Gedankenfestplatte: Evernote

Evernote
Mein „ausgelagertes“ Speicherhirn: Evernote.

Früher habe ich meine Texte in „Evernote“ geschrieben. Nun landet hier „nur“ noch alles andere, was ich an Inhalten produziere: Analysen, Gedankenfetzen, Notizen von Vorträgen und PDFs, in denen ich möglicherweise mal etwas finden will. Denn die größte Stärke von Evernote besteht für mich in den Suchfunktionen: Selbst eingescannte Bilder werden nach Text durchsucht und bei der Suche z.B. nach finanzamtbezogenen Informationen hervorgefunden. Folglich sortiere ich hier große Teile meiner Dokumente ein.

Sehr genial: Mit wenigen Klicks kannst du Evernotes auch über einen Link (oder/und passwortgeschützt) mit anderen teilen. Das ist gerade in der Zusammenarbeit mit Kunden hilfreich. Etwas ärgerlich: In der aktuellen Version von Evernote ist der Präsentations-Modus (der zwar nicht perfekt aber elegant war) weg gefallen. Den hätte ich gerne wieder…

Schöne Moodboards und einfache Ideensammlungen mit Milanote

Aufgeräumt und schnell erweitert: Milanote

Auf den ersten Blick ist es eine Mischung aus Miro und Mindmeister (s.u.) – aber im Ergebnis ist Milanote wieder etwas ganz anderes: Ein Tool, mit dem zu zwar auch präsentieren und Mindmaps machen kannst. Doch der Kern ist ein anderer: Ich liebe die Webapp wegen ihrer sehr einfachen Benutzeroberfläche, mit der ich sehr schnell Text und Bild zusammenbringen kann. Grafiker werden es lieben, weil darin ein Moodboard in Hochgeschwindigkeit gebaut wird, Storyteller werden die aufgeräumte Oberfläche für Storyboards nutzen. Schau selbst.

Noch besser mindmappen mit Mindmeister

Eine Beispiel-Mindmap: Damit habe ich schon ganze Seminare geplant.

Sobald eine Gedankensammlung ansteht (und das ist in einem kreativen Prozess fast immer der Fall), ist die Zeit für den Mindmeister gekommen. Die Web-App kommt aus Deutschland und ich habe noch keine Funktion darin gesucht und nicht gefunden. Neben den üblichen Mindmapping-Features kannst du die Ergebnisse freigeben und gemeinsam mit anderen daran arbeiten. Und du kannst sie nachher (sogar als Powerpoint oder in allen möglichen Formaten) exportieren oder auch online präsentieren.

Lesen, markieren, lernen in LiquidText

LiquidText ist ein geniales Tool, mit dem du auf dem iPad PDFs lesen und annotieren kannst: Fast völlig intuitiv markierst du Textstellen, kommentierst und hast am Ende auf einer Fläche neben dem Text deinen eigenen Blick auf den Inhalt.

Und weil ich finde, dass „Lernen“ unbedingt zur Kreativität gehört (es sei denn, du weißt schon alles…), gibt es für mich kein besseres Tool, um Bücher durchzuarbeiten. Außer natürlich gedruckte Bücher, Post-its und einen Stift. Aber sogar das ist nicht so übersichtlich wie LiquidText.

Webseiten planen mit Balsamiq

Balsamiq
In zehn Minuten zu einer schnellen Übersicht per Wireframe.

Ein Wireframe ist die superrudimentäre Planung etwa einer Webseite oder einer App. Das Mockup kann dann schon Farben, Typografien und Bilder enthalten. Mit Balsamiq kannst du beides erledigen. Jedenfalls mit der App, die ich auf meinem Mac noch betreibe. Wie die Cloud-Version funktioniert, weiß ich nicht – weil ich nicht noch ein Abo bestellen will, wenn mir die bestehenden Funktionen ohnehin schon genügen. Deshalb freue ich mich über Hinweise hier dazu.

Ohne Unsplash keine Fotos hier

Es gibt auch noch andere Quellen für günstige und gute Bilder, etwa Pixabay. Ich zahle auch gerne für Fotos und im allerbesten Fall ist mein iPhone 11 in der Lage wirklich tolle Fotos zu machen.

Doch hier auf dem Contentman habe ich mich an – bis auf wenige Ausnahmen, siehe oben – auf Fotos von Unsplash gewöhnt. Warum? Weil die Auswahl wirklich irre gut ist und dahinter geniale Fotografen stecken, die dort nicht nur perfekte, sondern stilvolle Bilder einstellen. Übrigens lohnt es sich manchmal auch für professionelle Shootings dort zu nach einem Profi zu schauen.

Schnell schicke Sachen machen mit Canva

Ich weiß, ich bin kein Grafiker. Vielleicht gefällt dir mein Banner von Canva trotzdem 😉

Während ich diesen Beitrag schreibe, bin ich – wieder –auf Canva gestoßen. Also habe ich es ausprobiert; und ich bin halbwegs zufrieden. Denn darin kannst du sehr schnell und auf der Basis von Vorlagen Präsentationen, Videos, Instagram-Beiträge und alle möglichen andere Medien basteln.

Allerdings zeigt mir das Tool ganz klar meine Grenzen: Ich bin kein Grafiker und, wie sagt man? A Tool in the Hands of a Fool is just a Tool. Aber vielleicht hast du ja grafische Fähigkeiten.

Den Nerds Trello stehlen

So startet ein Projekt in einem Trello-Kanban: links eine Menge Tasks im Backlog, die dann nach und nach rüber wandern.

In der Software-Entwicklung sind Ticketsysteme wie Jira Standard. Redakteure und andere kreative Arbeiter empfinden diese Tools oft zu „nerdig“. Meist sehen sie uncool aus und benötigen eine Disziplin, die Programmierer aber keine Storyteller aufbringen.

Allerdings plane ich meine größeren Projekte fast nur noch mit Trello. Denn das hat – selbst im kostenlosen Account – einen ordentlichen Link zu meinen Evernote-Tasks und es ist intuitiv zu bedienen. Und die Aufteilung der Spalten in „Backlog“, „Schreiben“, „ToDo“, „Done“ und „Später“ ist mir mittlerweile ins Blut übergegangen.

Meine analoge Seele: Notizbuch

Hat eine tragende Rolle: mein Notizbuch.
Hat eine tragende Rolle: mein Notizbuch.

Und nun zum wichtigsten Tool: mein Notizbuch. Darüber habe ich schon an manchen Stellen geschrieben – als Journal, Tagebuch, Bullet Proof Methode und dem Notizbuch zum selber basteln. Falls du dich nicht entscheiden kannst, womit du starten willst: mit einem schönen Notizbuch aus dem Schreibwarenhandel.

Falls du trotz der Links oben nicht weißt, was du dort reinschreiben willst, schaue doch mal bei dem Artikel zum Automatischen Schreiben vorbei.

Weitere Tools?

Und nun du: Welche Kreativ-Tools willst du mir empfehlen? Die Leser hier werden dir für einen Tipp dankbar sein.

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